St. Josef Staffel

Erstellt von Dompfarrer Gereon Rehberg | | St. Georg Dom Limburg Aktuelles

Liebe Brüder und Schwestern in den Pfarreien des Pastoralen Raums Limburg!

In dieser Zeit der Prüfung und Angst vor der Ansteckung durch das Coronavirus möchte ich Ihnen meine Nähe im Gebet und in der Freundschaft versichern. Vor einigen Wochen noch hätte sich keiner vorstellen können, welche Form diese Fastenzeit annehmen würde. Die derzeitige Situation hält uns davon ab, die tägliche Messe miteinander zu feiern, sie hält uns von Besuchen in den Familien, vom Unterricht oder von der Katechese ab. In vielen Ländern hat sich der priesterliche Dienst auf die persönliche Messfeier und das persönliche Gebet eingeschränkt. Durch die modernen Kommunikationsmittel haben wir aber die Möglichkeit, am Gottesdienst teilzunehmen. Wir haben die Gelegenheit, uns im Gebet zu verbinden und uns weniger einsam zu fühlen.

Es ist ja nicht so, als würden wir mit dem Beten generell aufhören, nur weil wir dies derzeit nicht öffentlich gemeinsam tun können. Vieles ist jetzt möglich und es gibt viele Initiativen. So laden wir in dieser Zeit durch abendliches Glockengeläut um 19.30 Uhr ein zu einem Augenblick des gemeinsamen Gebets. Dazu ruft uns die Katharina Kasper Glocke des Domes, die im vergangenen Oktober geweiht wurde. Ebenso sind Sie herzlich eingeladen, eine Kerze im Fenster zu entzünden im Rahmen der Aktion „Licht der Hoffnung“. Möge uns das Wort des hl. Paulus im Philipperbrief ermutigen: „Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren.“ (Phil 4,6-7)

Täglich feiere ich die hl. Messe für Sie und Ihre Anliegen und lade Sie ein, sich geistig damit zu verbinden. Bei jeder hl. Messe sind Kirche und Welt eingeschlossen. Der Text des Ersten Hochgebetes zeigt diese Verbundenheit über alle Grenzen hinweg: „…für sie bringen wir dieses Opfer des Lobes dar, und sie selber weihen es dir für sich und für alle, die ihnen verbunden sind, für ihre Erlösung und für ihre Hoffnung auf das unverlierbare Heil.“ Der Horizont öffnet sich und bezieht Tote und Lebende ein. Die Kirche kennt und pflegt schon immer die Intention tiefer geistlicher Verbundenheit auch über räumliche Entfernungen hinweg. Ich lade Sie ein, durch die geistliche Kommunion den Herrn aufzunehmen und IHM nahe zu sein.

 

Ein Gebet zur geistlichen Kommunion könnte sein:

Mein Jesus, ich glaube, dass Du im Allerheiligsten Sakrament des Altares zugegen bist. Ich liebe Dich über alles und meine Seele sehnt sich nach Dir. Da ich Dich aber jetzt nicht im Sakrament des Altares empfangen kann, so komme wenigstens geistiger Weise zu mir. Ich umfange Dich, als wärest Du schon bei mir und vereinige mich mit Dir! Ich bete Dich in tiefster Ehrfurcht an. Lass nicht zu, dass ich mich je von Dir trenne. Amen.

In dieser Situation können wir aber auch auf jene blicken, die uns ein heiliges Leben vorgelebt haben, auf die Heilige Katharina Kasper und den Seligen Richard Henkes. In der Zeit der Not und in schwerer Prüfung haben sie sich durch ihre Treue und tiefe Verbundenheit mit Gott in Liebe ihren Mitmenschen zugewandt. Sie werden fürbittend für alle, die sich in der Sorge für die Erkrankten aufopfern und für uns alle eintreten, damit wir in den Familien vor Erkrankung bewahrt bleiben. Bitten wir auch die Gottesmutter Maria, uns zu helfen, diese Tage voll Hoffnung zu leben. Sie schenke uns die Gewissheit, dass nach der Stunde der Prüfung die Auferstehung kommen wird. Die hl. Corona, eine frühchristliche Märtyrerin - ihr Name heißt übersetzt: „Krone“ - und der Heilige, mit dem sie gemeinsam verehrt wird: „Viktor – Sieger“ rufen wir auch besonders um Schutz und Hilfe an.

In dieser so besonderen Fastenzeit, die sicher noch mehr als sonst eine „Zeit der Gnade“ (2 Kor 6,2) ist, wünsche ich Ihnen einen guten Weg auf Ostern hin. Auch wenn wir das Osterfest – so wie es aussieht – äußerlich nicht gemeinsam feiern dürfen, können wir gewiss sein, dass der Herr auferstanden ist und uns den Zugang zum Heil öffnet. Seien wir gewiss: „Ich habe die Welt besiegt!“ (Joh 16,33)

Als Ihr Pfarrer bin ich an Ihrer Seite und mit Ihnen verbunden. Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Lösungen. Seien wir dankbar, dass wir deutlich mehr tun können als nichts. Ich bete für Sie. Im täglichen Breviergebet, dem Gebet der Kirche und bei der Feier der hl. Messe erbitte ich für Sie Kraft, innere Gelassenheit, Geduld, Zuversicht und lebendigen Glauben. Bleiben Sie gesund! Achten Sie auf sich und auf alle, die Ihnen anvertraut sind. Gott segne und schütze Sie alle!

 

Ihr

Gereon Rehberg
Priesterlicher Leiter

 

Es gibt im Internet viele Möglichkeiten, täglich die hl. Messe mitzufeiern.

Auch aus dem Bischofshaus in Limburg wird jeden Tag um 18.00 Uhr und sonntags um 10.00 Uhr die hl. Messe übertragen:
https://bistumlimburg.de/beitrag/online-mitfeiern/

EWTN, K-TV, Domradio und viele mehr bieten den ganzen Tag über viele Möglichkeiten zur hl. Messe und zum Gebet:
http://www.ewtn.de/liveuebertragungen_und_sondersendungen
https://k-tv.org
https://www.domradio.de/

Ein schönes passendes Gebet finden Sie auch im Gotteslob Nr. 17,4

 

 

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