St. Servatius Offheim

Erstellt von Annette In Concas | | Italienische Gemeinde Aktuelles

4-teilige Vortragsreihe über "Die vier Kirchenlehrerinnen" der römisch-katholischen Kirche mit Don Vito Lupo

Der Pater und das schöne Geschlecht Limburg

Don Vito Lupo hält Vorträge über vier Kirchenlehrerinnen Andere gehen mit 78 Jahren in Rente. Nicht so Don Vito Lupo. Der italienische Pfarrer hat nach seiner offiziellen Pensionierung die theologische Gesprächsreihe ins Leben gerufen. Jetzt startet sein neues Projekt.

Seit Monaten widmet sich Don Vito Lupo intensiv dem schönen Geschlecht. Das Augenmerk des Passionistenpaters, der 1972 nach Limburg kam und seither die italienische Gemeinde in Limburg betreut, liegt auf vier Frauen, die alle erst in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu Kirchenlehrerinnen ernannt wurden: Hildegard von Bingen, Katharina von Siena, Theresa von Avila und Thérèse von Lisieux.

Auftakt mit Hildegard

„Der Volksmund kennt sie alle. Dass sie Kirchenlehrerinnen sind, weiß fast keiner“, berichtet der Referent. Wann, wie und warum die Damen Kirchenlehrerinnen wurden, will Don Vito Lupo jetzt allen Interessierten näherbringen. An vier Gesprächsabenden im Oktober, immer mittwochs, lädt er ab 19.30 Uhr ins Pfarrheim St. Marien in die Gartenstraße ein. Am ersten Abend geht es um die heilige Hildegard von Bingen, die erst 2012 von Papst Benedikt XVI. zur Heiligen für die Weltkirche und zur Kirchenlehrerin ernannt wurde.

„Als Licht ihres Volkes und ihrer Zeit“ hat sie der Papst damals bezeichnet“, weiß Don Vito Lupo. Die vielseitigste und berühmteste deutschen Mystikerin – sie war Musikerin, Theologin, Ärztin, Schriftstellerin und Naturforscherin – steht den Limburgern besonders nahe. Immerhin gibt es in der Domstadt seit 1965 die Hildegardiskirche mit Kindergarten und seit einigen Jahren die Jugendkirche Crossover. Hier, in der Tilemannstraße 7, sind auch Visionen von ihr abgebildet.

Der italienische Pfarrer hat sich intensiv mit dem Leben der 1098, nicht weit von hier, in Bermersheim bei Alzey, geborenen Frau beschäftigt, die von Jutta von Sponheim auf dem Disibodenberg erzogen wurde. Wie immer hat er akribisch recherchiert, Bilder herausgesucht und selbst fotografiert, und so dürfen sich die Gäste am 4. Oktober auf einen lebendigen Abend mit der Gründerin und Äbtissin des Klosters Rupertsberg freuen, ein Stück weit ihren Briefwechsel mit Päpsten, Bischhöfen und weltlichen Herrschern verfolgen und erleben, wie aktuell ihr Rat und ihre Rezepte auch heute noch sind.

Der nächste Gesprächsabend, also der 11. Oktober, dreht sich um Katharina von Siena. Die Geschichte der Schutzpatronin Europas, die 1376 Papst Gregor XI. zur Rückkehr von Avignon nach Rom bewegte, dürfte viele Menschen interessieren. Paul VI. hat sie 1970 zur Kirchenlehrerin erhoben. Sowohl über sie als auch über Theresa von Avila (Gesprächsrunde am 18. Oktober) hat der italienische Pfarrer spannende Details nachgelesen und stellt sie seinen Zuhörern vor.

Die „kleine Therese“

Der letzte Abend aus dieser Reihe gehört der „kleinen Therese“, die am morgigen Sonntag ihren Gedenktag feiert. Die unbeschuhte Karmeliterin ist viel jünger als die anderen Kirchenlehrerinnen, sie wurde erst 1873 geboren und nahm später den Namen ihres Vorbilds, Teresa von Ávila, an. Wer mehr wissen möchte, ist bei den theologischen Gesprächen willkommen. Fragen sind willkommen. Der Eintritt ist wie immer frei.

"Die vier Kirchenlehrerinnen" stellt Don Vito in den folgenden Vorträgen vor:

- Hl. Hildegard von Bingen, Mittwoch, 04.10.2017

- Hl. Katharina von Siena, Mittwoch, 11.10.2017

- Hl. Teresa von Ávila, Mittwoch, 18.10.2017 und

- Hl. Thérèse von Lisieu, Mittwoch, 25.10.2017

Die Vorträge finden jeweils mittwochs ab 19:30 Uhr im Pfarrheim St. Marien, Gartenstraße 20 in Limburg statt.

Autor: Annette In Concas

Quelle: Nassauische Neue Presse vom 30.09.2017

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