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Wir machen uns auf den Weg - Pfarreiwerdung im Pastoralen Raum Limburg

Am Samstag, 6. März 2021 findet um 16 Uhr im Dom der Auftaktgottesdienst zur Pfarreiwerdung statt, den der priesterliche Leiter der zukünftigen Pfarrei, Dompfarrer Gereon Rehberg, zelebrieren wird. Hierzu sind alle Mitwirkenden der Repräsentanten der einzelnen Kirchorte sowie alle Gemeindemitglieder herzlich eingeladen!

 

Liebe Gemeindemitglieder,

der Startschuss zur Pfarreiwerdung ist gefallen! Am 01.01.2023 soll es soweit sein: Aus den zehn derzeitigen Pfarreien, die dann zu Kirchorten werden, wird eine neue Pfarrei entstehen.

Die „Pfarrei neuen Typs" reagiert auf die abnehmenden Zahlen der Kirchenmitglieder, der Gottesdienstbesucher, der Ehrenamtlichen und der hauptamtlichen Seelsorgekräfte. Die „Pfarrei neuen Typs" reagiert auch darauf, dass schon jetzt nicht mehr für jede Gemeinde („Kirchort") eine „eigene" pastorale Mitarbeiterin, ein „eigener" pastoraler Mitarbeiter zur Verfügung steht und die vorhandenen gerechter verteilt werden müssen. In vielen Pfarreien des Bistums ist dieser Prozess bereits abgeschlossen.

Damit muss sich auch ein Bewusstseinswandel und ein Paradigmenwechsel vollziehen, der über das bisherige Verständnis und Verhältnis von Haupt- und Ehrenamt hinausführt: In letztlich allen Grundfunktionen von Kirche (Liturgie, Diakonie, Verkündigung) sind Ehrenamtliche keine „Ersatzspieler" und „Amateure" für den Ausfall von Hauptamtlichen. Alle Getauften und Gefirmten sind in diesem grundsätzlichen Sinn Seelsorger/innen. Kirche lebt zukünftig mehr und mehr — wie damals in den Urgemeinden oder heute in den meisten Regionen der katholischen „eine Welt" — vom Einsatz des ,ganz normalen Christen", der in Gemeinschaft mit anderen „ganz normal" sein Christsein vollzieht, indem er im Maße des ihm Möglichen am Leben der christlichen Gemeinschaft teilnimmt und ebenfalls im Maße des ihm Möglichen darin Aufgaben übernimmt. Es ist immer die gesamte „Gemeinde vor Ort", die Gott und das Leben feiert (Liturgie), die den Bedürftigen beisteht (Diakonie) und den Glauben verkündet. Damit verantwortet und praktiziert die gesamte (Kirchen-) Gemeinde die Seelsorge.

Es gilt der Grundsatz: „Zwei sind besser als einer allein ... und eine dreifache Schnur reißt nicht so schnell. " (Koh 4,9.12)

Die Zeichen der Zeit erkennend und um ihre Zukunftsfähigkeit sichern zu helfen, hat in den letzten Jahren in unserem Pastoralen Raum ein breit gefächerter Prozess stattgefunden, der letztlich am 18.11.2020 in einem einstimmigen Votum des Pastoralausschusses mündete. Der Vorstand mit seiner Vorsitzenden Katharina Höhler erhielt an diesem Abend den Auftrag, die nächsten Schritte einzuleiten.

Bereits am 26.11.2020 konnten daher weitere Vertreter aus den Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräten und dem Pastoralteam über die voraussichtliche Projektstruktur und den weiteren Prozessverlauf informiert werden. Eines wurde deutlich: wahrlich eine Mammutaufgabe! Gerade aber die in den verschiedenen Gremien spürbare Bereitschaft, Neues zu wagen, ohne alles Bisherige über Bord zu werfen und gemeinsam einen neuen Weg zu gehen, bietet eine solide Grundlage für einen erfolgreichen Verlauf.

In der Folge haben die Mitglieder des Pastoralaussschusses am 21.01.2021 die Arbeitsstruktur für den weiteren Prozessverlauf beschlossen. Unter Führung einer Lenkungsgruppe sollen in fünf verschiedenen Teilprojektgruppen unter anderem die Gründungsvereinbarung als Grundlage für die vom Bischof auszufertigende Gründungsurkunde erarbeitet werden.

 

 

 

 

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