St. Jakobus Lindenholzhausen

Erstellt von Bernhard Harjung | | St. Jakobus Lindenholzhausen Aktuelles

Pfingsten - das wenig verstandene Fest

Wir kennen in der Kirche drei Feste, die wir sogar an zwei Tagen feiern. Bei Weihnachten weiß auch noch fast jedes Kind, was wir da feiern. Bei Ostern ist das schon schwieriger. Längst weiß nicht mehr jede/r, dass es da weniger um Osterhasen und bunte Eier geht, als um die Auferstehung Jesu. Und Pfingsten ist dann richtig etwas für Fortgeschittene...

Das muss man sich einmal vorstellen, was die Freundinnen und Freunde Jesu alles durchgemacht haben: drei Jahre, in denen sie mit ihm unterwegs waren und ein Stück Himmel auf Erden erlebt haben, wie sich durch die Kraft des Glaubens so vieles fügt, wie Menschen geheilt werden und wie Jesus die Zusammenhänge der Welt erklärt. Es war eine wunderbare Zeit im wahrsten Sinne des Wortes. So hätte es bleiben können. Doch dann kam schneller als sie es begreifen konnten seine Verurteilung und Hinrichtung am Kreuz. Die Katastrophe war perfekt. Alles war irgendwie in Frage gestellt. Ist die Welt doch nicht so, wie sie Jesus erklärt hat? Und dann auch noch die Erfahrung der Auferstehung. Es war ja wohl zunächst kein "hura wir leben wieder". Die ältesten Zeugnisse sprechen noch von dem Schrecken, den die Auferstehungserfahrung in den Freund/innen Jesu ausgelöst hat. Unsicherheit und Angst prägt das Leben der ersten Christen, bis sie die Erfahrung machen, dass heiliger, heilmachender Geist sie erfüllt durchdringt, beflügelt... Sie brechen aus aus ihren Verstecken, sie können plötzlich reden über das, was sie erfahren haben... Und wie sie reden! Sie sprechen nicht nur mit Worten, sie strahlen es förmlich aus so, dass jeder, auch wenn er die Sprache nicht versteht, intuitiv spürt um welch großartige Erfahrung es geht: der Tod hat nicht das letzte Wort; wir dürfen Gott und dem Leben vertrauen und die Liebe ist die Kraft, die alles durchdringt. Für viele wurde das sichtbar in "Zungen wie von Feuer", die sich über den Köpfen der Freund/innen Jesu bildeten. Wir würden heute vielleicht von Energie sprechen, die sich so verdichtet hat, dass sie für Menschen, die davon berührt waren, sogar sichtbar wurde. Das nennen wir Pfingsten!

Etwas von diesem Feuer versuchen Jahr für Jahr auch ehrenamtliche Katechet/innen jungen Menschen zu vermitteln, die sich auf das Sakrament der Firmung vorbereiten. Die Kirchenzeitung "Der Sonntag" hat dazu mit Karin Röhrig aus unserer Pfarrei ein Gespräch geführt. Klicken Sie bitte auf den Link unten.

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